Das Themenspektrum, mit dem die Parteien in den Wahlkampf zur BTW25 gehen konzentriert sich auf die Bereiche Wirtschaft und Migration. Die Verkehrswende und der Radverkehr verkommen dabei zur Randnotiz – oder sie werden komplett übergangen. Auch der Klimaschutz kommt nur noch unter dem Gesichtspunkt der „Bezahlbarkeit“ zur Sprache. Wenn man die Wahlprogramme der Parteien analysiert, erkennt man schnell, was ihnen wichtig ist und was nicht. Gleichwohl gibt es Hoffnung, denn mehr und mehr gehen die Impulse für die Verkehrswende von den Städten und Kommunen aus, teilweise mit Unterstützung der Länder. Dennoch wird der Bund gebraucht – vor allem als Geldgeber und im Hinblick auf steuerliche und ordnungsrechtliche Rahmenbedingungen.
Hinweis vom 8.2.2025: Die Analyse der Wahlprogramme entstand Ende Dezember 2024. Zu diesem Zeitpunkt waren einige Wahlprogramme noch als „vorläufig“ gekennzeichnet. Tatsächlich gab es nach den jeweiligen Parteitagen noch Anpassungen. Am stärksten fielen diese bei den GRÜNEN aus, die ihr sog. „Regierungsprogramm“ von 67 auf 157 Seiten ausgeweitet haben. Das Thema Verkehrswende und der Radverkehr haben davon allerdings nicht profitiert. Die Zusage einer Finanzierung von Radschnellwegen wurde dahingehend abgeändert, dass es nun um den bundesweiten Ausbau „eines guten Radwegenetzes“ geht.
–> Der gekürzte Artikel als Veröffentlichung des Magazins RadMarkt 2_25